Das Geheimnis sauberer Wände  

Projekt: Johannes-Kepler-Schule, Fulda - Deutschland

Produkte: Vinyl-Wandbekleidung | Architekten: Möller + Vey | Fotos: Möller + Vey

Die Sanierung der Johannes-Kepler-Schule in Fulda  

1974 wurde die Johannes-Kepler-Schule in Neuhof bei Fulda eingeweiht. Seitdem haben mehrere Generationen hier die Schulbank gedrückt. Heute kommen täglich über 1.000 Schüler sowie mehr als 80 Lehrer in die kooperative Gesamtschule, die neben der Förderstufe einen Haupt- und Realschul- sowie einen Gymnasialzweig umfasst. Vor kurzem wurde die Schule grundsaniert. Dabei galt es Vieles zu beachten. So mussten beispielsweise die Baustoffe mit Bedacht gewählt werden. Denn kaum ein Gebäude ist so stark frequentiert wie eine Schule. Eine besondere Rolle spielten hierbei die Wände.

Vor der Herausforderung stehen alle Schulen, deren Gebäude schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben: Der Schulbetrieb von vor 20, 30, 40 oder mehr Jahren hat mit dem heutigen nicht mehr viel gemeinsam. Auch in der Johannes-Kepler-Schule in Neuhof bei Fulda hatte innerhalb von vier Jahrzehnten Vieles geändert. „Während die Schüler früher zum Mittagessen zu Hause waren, sind sie heutzutage bis zum späten Nachmittag in der Schule. Der Unterricht ist über den ganzen Tag verteilt“, so Günter Unterstab, ehemaliger Stellvertretender Schulleiter der Johannes-Kepler-Schule.

 

Aber nicht nur diesem Wandel, sondern auch der starken Frequentierung der Räume und Flure musste bei der Sanierung Rechnung getragen werden. „In kaum einem anderen Gebäude gibt es so viel Bewegung wie in einer Schule; alle 45 Minuten strömen über 1.000 Menschen durch die Johannes-Kepler-Schule“, erläutert Projektleiter Henning Degener vom Fuldaer Architekturbüro Möller + Vey.

 

Daher spielten die Wandoberflächen bei der Sanierung eine ganz besondere Rolle, insbesondere im Hinblick auf die Haltbarkeit und die Möglichkeit, sie sauber zu halten. Gestrichene Wandoberflächen – wie man sie heute in den meisten Schulen vorfindet – kamen von vornherein nicht in Frage. „Gestrichene Wände sehen nach kurzer Zeit total verdreckt aus. Die Schüler kommen einfach mit ihren Taschen, Ranzen und Rucksäcken daran oder lehnen sich dagegen, das lässt sich einfach nicht verhindern“, erzählt Günter Unterstab. „Wandpaneele wären gut gewesen, aber viel zu teuer. Möller + Vey kamen dann mit dem Vorschlag, Vinyl-Wandbekleidung von Vescom zu verwenden – für uns eine richtige Entdeckung.“

„Der Vorteil von Vinyl-Wandbekleidung ist,  
dass sie einfach unverwüstbar ist“ 

Wie im Objektbau üblich, ging der finalen Zustimmung für das Material eine Probeinstallation an einer Klassenwand voraus. Mit Erfolg: Insbesondere die Hausmeister der Johannes-Kepler-Schule, die bisher alle Wände aus Putz, gestrichenem Malerflies und Raufaser mit erheblichem Aufwand ständig renovieren mussten, waren schnell überzeugt. Und auch die Schulleitung und der Landkreis Fulda, der Kostenträger des Projektes, stimmten dem Vescom-Dessin zu.

 

„Der Vorteil von Vinyl-Wandbekleidung ist, dass sie einfach unverwüstbar ist“, so Henning Degener. Das Material ist kratz- und stoßfest und lässt sich leicht reinigen – selbst starke Reinigungsmittel und sogar Desinfektionsmittel schaden ihm nicht. Die Investition ist am Anfang zwar etwas größer. Dadurch, dass die Vinyl-Wandbekleidung jedoch so wartungsarm ist und nicht alle naselang wieder gestrichen werden muss, ist sie im Endeffekt kostengünstiger.

 

Die Flurwände der Johannes-Kepler-Schule sind in freundlichem Weiß gehalten, in den Klassenzimmern wurden farbliche Akzente gesetzt und jeweils eine Wand rot, blau oder grün gestaltet. In den Eingangs- und Pausenbereichen dienen die Farben zudem der Orientierung: so gliedert sich die Johannes-Kepler-Schule in einen blauen, einen roten und einen grünen Trakt.

 

Nach Abschluss der Sanierung zog Günter Unterstab ein positives Fazit: „Die Hausmeister sind zufrieden, noch glücklicher aber sind die Lehrer und Schüler – lehren und lernen macht halt doch mehr Spaß in einer schönen und sauberen Umgebung.“

Verwendete Dessins 

colour choice

1056.001 - 1056.140